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Doppelte Buchführung bedeutet mehr Aufwand, doch viele Unternehmen sind dazu verpflichtet – andere haben es da mit der einfachen Variante deutlich leichter.

Die Buchführung wird in die einfache und die doppelte Form unterschieden. Speziell bei größeren Unternehmen, wo die zahlreichen Geschäftsprozesse nicht mehr so leicht zu überblicken sind, kommt die doppelte Buchführung zum Einsatz. Ihre Bezeichnung trägt sie schon allein deswegen, weil sie aus einer Zeit stammt, in der die Geschäftsvorfälle stets in zwei Bücher eingetragen wurden. Bereits seit mehreren Jahrhunderten findet dieses Prinzip seine Daseinsberechtigung. Heute gelingt dies mittels einer entsprechenden Buchhaltungssoftware deutlich einfacher und weniger umständlich. Die Doppik oder kaufmännische Buchführung – so lässt sich die doppelte Buchhaltung ebenfalls bezeichnen – beruht darauf, dass jeder geschäftliche Vorgang auf zwei Konten erfasst wird. Das ist die Haben- und die Sollseite. Dort erhalten die Einnahmen und die Ausgaben ihren Platz. Die beiden Summen dieser Konten müssen stets den gleichen Wert ergeben. Veranlasst zu einer doppelten Buchführung sind alle Kaufleute, Kapitalgesellschaften wie die AG oder die GmbH und alle gewerblichen Unternehmen, die mehr als 600.000 Euro an jährlichem Umsatz oder daraus resultierend mehr als 60.000 Euro Gewinn zu vermelden haben.

Einfache Buchführung: Einfacher, aber nicht für jedermann vorgesehen

Die einfache Buchführung wird ihrem Namen in zweierlei Hinsicht gerecht: Zum einen braucht lediglich eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben erfolgen und zum anderen ist dieses Prinzip auch schlichtweg simpler umzusetzen. Hier gibt es lediglich sogenannte Rubriken wie etwa den Kauf von Büromaterialien, Telefon- und Internetgebühren oder anfallende Mieten. Demgegenüber stehen dann die Einnahmen mit der jeweiligen Rechnungsnummer und der Art der erbrachten Leistung. Die Vermerke beider Seiten sind chronologisch zu ordnen. Des Weiteren werden die Buchungen in Form von Ein- und Ausgängen für die Bargeldkasse und das Konto erfasst. Eine einfache Buchführung dürfen kleinere Betriebe handhaben, bei denen die Geschäftsprozesse leicht nachvollziehbar sind und deren Umsätze bzw. Gewinne unter den besagten Grenzen liegen. Des Weiteren erlaubt es der Gesetzgeber auch Freiberuflern sowie Kleinunternehmern, die einfache Buchführung zu nutzen.